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DER ZAREWITSCH

Auf Befehl des Zaren soll die Verheiratung des Thronfolgers am Hof von St. Petersburg forciert werden. Um den unerfahrenen Zarewitsch auf die bevorstehende Ehe mit der ihm unbekannten Prinzessin Miliza - die ausschließlich aus politischem Kalkül ausgewählt wurde - "angemessen vorzubereiten", soll ihm erst einmal eine kundige Geliebte aus dem Theater-Milieu zugeführt werden. Zur Verblüffung des Hofes findet der Zarewitsch an der Tänzerin Sonja jedoch weitaus mehr Gefallen als erwartet. Er widersetzt sich den Heiratsplänen und flieht sogar mit Sonja nach Neapel. Doch das Glück ist nur von kurzer Dauer, denn das Paar wird rasch aufgespürt und gezwungen, seine Liebe der Staatsräson zu opfern.

„(...) Wie bereits in anderen Inszenierungen wissen Runette Botha und Max An in den Duetten ihre Stimmen auf das schönste zu verschmelzen. Auch das umtriebige Buffo-Paar Mascha (Bénédicte Hilbert) und Iwan (Tobias Amadeus Schöner) schuf ausdrucksstark eine humorvoll- dichte Atmosphäre. (...)“

Renate Petrahn, Volksstimme

„(...) So klingt das berühmte Wolgalied bei Max An wirklich wie von der Regie konzipiert, „wie der Urschrei einer Seele.“ Ihm gelingt mit Schmelz der passende Operetten-Tonfall. Schmiegsame Melodielinien zieht er in den Duetten mit Sonja. Die singt Nina Schubert, von 2010 bis 2015 in Halberstadt als Gretel ebenso zu hören wie als Pamina und Ännchen, mit rundem Sopran mühelos bis in die Höhen. Sie gefällt zudem durch natürliches Spiel, wenn sie als unstandesgemäße Geliebte des Zarewitsch vor Liebe brennt und ihn für die Reize des Weiblichen öffnet. Das Buffo-Paar Mascha (Bénédicte Hilbert) und Iwan (Tobias Amadeus Schöner) wirkt stimmlich untadelig, ist durchaus gewitzt und amüsant. (...)“

Uwe Kraus, Mitteldeutsche Zeitung

 

 
Autor: Redakteur Wagner